
Enzo Verlezza kam 1981 als Lehrling. Heute leitet er die IT. Dazwischen liegen unzählige Projekte, ein Wandel von analog zu digital – und eine Familie, die bei Aepli zu Hause ist.
Enzo Verlezza erinnert sich noch genau: Ein Grossraumbüro voller Zeichnungsbretter, in Reih und Glied. So sah sein erster Arbeitstag 1981 aus. Damals startete er seine Lehre als Metallbauzeichner. Dann kam ein halbes Jahr Werkstatt-Praktikum, eine Zusatzlehre als Metallbauer – und irgendwann die IT. Heute, 45 Jahre später, leitet er den Bereich, der die ganze Firma am Laufen hält.
Der grösste Wandel? «1989 kamen die ersten PCs», erzählt Enzo. «Ein Monitor kostete 24'000 Franken. Man hätte ein Auto kaufen können.» Dann kamen die CAD-Programme. Zeichnungsbretter verschwanden, Pläne entstanden am Bildschirm. «Zuerst waren wir nur zu zweit, die das konnten. Nach zwei Jahren kamen laufend weitere PCs dazu und weitere Mitarbeitende wurden ausgebildet.»
Aber es war nicht die Technik allein, die alles veränderte. «Das Mail und das Smartphone haben den grössten Wandel gebracht», sagt er. Heute geht alles viel schneller und direkter. «Früher war die Kommunikation persönlicher, man traf sich auf der Baustelle», erinnert sich Enzo. «Heute läuft vieles digital – beides hat seinen Platz.»
Was ihn 45 Jahre bei Aepli gehalten hat? «Ich hatte absolut freie Hand. Ideen einbringen, ausprobieren – das wurde meistens gutgeheissen.» Kurze Wege, flache Hierarchien, immer etwas Neues. «Es gab immer einen Wandel, immer etwas Spannendes. Die Weiterentwicklung war selbsterklärend.» Dabei halfen auch die langjährigen Partnerschaften zu Software-Anbietern. «Viele Inputs kamen von den Partnern, die immer wieder sagten, was neu ist, was man kann und was man sollte. Es war immer ein Miteinander.»
Und dann ist da noch die Familie: Enzo hat seine Frau vor 30 Jahren bei Aepli kennengelernt. Sein Vater arbeitete schon hier, beim Tankbau – zehn Jahre lang zusammen mit Enzo. Sein Sohn Simon machte die Lehre als Metallbauer bei Aepli. «Familiär, ehrlich, wertschätzend – das war schon immer so», sagt Enzo. «Sonst würde es mir keinen Spass machen.»
Besonders stolz ist er auf den Neubau in der Sommerau. Als Projektleiter zusammen mit Roman Aepli durfte er die neue Firma auf der grünen Wiese mitplanen. Über ein Wochenende hat er mit Dani Tanner und zehn Personen den technischen Umzug gestemmt. «Mal etwas Neues – auf Seite Bauherr zu arbeiten.»
Und dann war da Nottwil: Das Paraplegikerzentrum, das neu gebaut wurde. Enzo war Projektleiter. Bei einer Führung sah er die Tiefgarage – mit 200 Rollstühlen. «Eindrücklich und bewegend. Solche Sachen machen das Leben wieder lebenswert. Die Probleme mit der Baustelle rückten gleich in den Hintergrund.»
Heute sieht sich Enzo immer noch mehr als Metallbauer denn als IT-ler. «Das ist die Basis, der Grundpfeiler.» Bis Ende Oktober 2028 ist er noch da. Dann geht er offiziell in Pension. Aber ganz aufhören? «Ich möchte weiterhin irgendwie noch etwas machen», sagt er und lacht.
Sein Rat an junge Leute? «Motivation suchen, auch wenn es nicht so gut läuft. Freude an kleinen Sachen finden und immer positiv bleiben. Man kann sich überall hin entwickeln.» Enzo Verlezza ist der lebende Beweis dafür.