
Seit 2024 absolvieren angehende Metallbaukonstrukteur/-innen bei Aepli eine betriebsinterne Grundausbildung. Was sich verändert hat und warum Aepli künftig noch mehr Lernende ausbilden will.
Früher gingen die Lernenden 30 Wochen ins Basislehrjahr nach Zürich. Als die Plätze knapp wurden, entschied Aepli: Wir machen das selbst. Seit 2024 durchlaufen die Lernenden im ersten Lehrjahr eine 85-tägige Grundausbildung direkt im Betrieb. Begleitet werden sie von Jan Eigenmann und Remo Felix; beide bringen langjährige Berufserfahrung mit. Jan Eigenmann verfügt zudem über eine pädagogische Weiterbildung und war ehemals Leiter des Basislehrjahrs in Zürich.
Inhaltlich dreht sich vieles um die Kernthemen von Aepli: Türen, Fenster, Fassade und Dächer. Ergänzt wird das Programm durch ein 60-tägiges Werkstattpraktikum – bewusst so, dass das, was im Büro konstruiert wird, auch in der Umsetzung verstanden wird.
Nach der Grundausbildung geht es raus in die verschiedenen Teams. Die Lernenden wechseln dabei auch zwischen den Geschäftsfeldern Fassade, Türen und Metallbau und wenden das Gelernte direkt an realen Projekten an.
Der zentrale Unterschied zum externen Basislehrjahr: Die Lernenden arbeiten von Beginn an mit dem Aepli-CAD und den hauseigenen Zeichnungsrichtlinien. «Das Niveau ist planungstechnisch deutlich höher als auf dem Markt», sagt Jan Eigenmann. Gleichzeitig werden die Lernenden früh in den Betrieb integriert: Sie lernen Abläufe, Schnittstellen und Ansprechpersonen kennen und erleben, wie aus einer Zeichnung Schritt für Schritt ein Bauteil wird.
Das Ausbildungskonzept zeigt Wirkung. Die Lernenden profitieren von der engen Begleitung, der klaren Struktur und der direkten Verbindung zwischen Büro und Werkstatt. Für Jan Eigenmann ist entscheidend, dass die jungen Leute Schritt für Schritt selbstständiger werden: «Der schönste Moment ist, wenn aus einem Greenhorn jemand wird, der eigenständig konstruiert und Feuer fängt.»
Yannick und Collin, beide seit Sommer 2025 in der Lehre, erleben das täglich. Die Umstellung von der Schule in den Berufsalltag war spürbar «Vollgas vom ersten Tag», wie Yannick sagt. Gleichzeitig sei die Unterstützung aussergewöhnlich: «Zwei Ausbildner für aktuell zwei Lernende – das ist nicht selbstverständlich.» Collin ergänzt, dass man sich schnell als Teil des Teams fühlt: «Ich habe mich ab dem ersten Tag wohlgefühlt.» Besonders motivierend seien die abwechslungsreichen Aufgaben, das freie Zeichnen und die Einblicke in echte Projekte – weil man merkt, wofür man lernt.
Dass diese Ausbildung Zeit braucht, ist allen Beteiligten bewusst. Jan Eigenmann und Remo Felix investieren rund 50% ihrer Arbeitszeit in die Grundausbildung und die Begleitung im Alltag. Aepli sieht das als Investition in Qualität und in die Zukunft.
Aktuell bildet Aepli insgesamt 12 Metallbaukonstrukteur/-innen aus.
Und genau deshalb soll der Weg weitergehen: Aepli möchte noch mehr Zeit und Ressourcen in die Ausbildung investieren, mit dem Ziel, künftig insgesamt mehr Lernende auszubilden, die vom betriebseigenen Einstieg profitieren.