Die neue Arbeitswelt West One Wil

Bauherrschaft:
Immobilien von Rotz AG
Design/Architekt:
2SD Architekten AG
Fassadenplanung:
gkp Fassadentechnik AG
Kompetenz Aepli:
Metall-Glas-Fassade in Elementbauweise

Die neue Arbeitswelt West One Wil DOWNLOAD OBJEKTBERICHT 02/2026

Das Projekt West One in Wil im Kanton St.Gallen setzt einen architektonischen Meilenstein. Der Neubau vereint Hotellerie, Gastronomie, einen exklusiven Automobil-Showroom und flexible Gewerbeflächen unter einem Dach. Dabei prägt die Metall-Glas-Fassade in Elementbauweise das Stadtbild von Wil, während Aepli Metallbau die gesamte Gebäudehülle realisierte.

Effizienz durch werkseitige Elementierung

Das Herzstück des Projekts bildet die Metall-Glas-Fassade von Aepli Metallbau. In enger Abstimmung mit der Fassadenplanung von gkp Fassadentechnik fiel die Wahl auf ein System in Elementbauweise. Zudem basiert das System auf der Profiltechnologie von Wicona. Die Elementfassade war für den Projekterfolg massgebend, weil sie die hochpräzise Fertigung der Bauteile unter kontrollierten Bedingungen im Werk ermöglichte. Aepli produzierte insgesamt rund 448 Fassadenelemente und lieferte sie montagefertig auf die Baustelle. Dadurch verkürzte der hohe Vorfertigungsgrad die Montagezeit vor Ort und sicherte die engen Toleranzen, die für die filigrane Optik des Gebäudes unerlässlich sind. Die Fassade wirkt offen, und überhohe Räume von 3,5 Metern betonen diese Struktur zusätzlich. Deshalb entsteht in allen Nutzeinheiten ein lichtdurchflutetes Ambiente.

Technische Finesse und materielle Wertigkeit

Pulverbeschichtete Aluminiumelemente und eloxierte Vertikal-Lisenen prägen die äussere Erscheinung des West One. Zusätzlich integrierte Aepli Metallbau rund 362 Quadratmeter Pfosten-Riegel-Konstruktionen. Diese befinden sich vor allem in den repräsentativen Eingangsbereichen und im Showroom. Ausserdem erfüllen grossformatige Panoramaschiebefenster und zahlreiche Türelemente höchste Anforderungen an Dichtigkeit und Bedienkomfort. Schliesslich runden knapp 1'600 Quadratmeter Blechverkleidungen und rund 388 Meter Ganzglasgeländer die Gebäudehülle ab. Die Geländer führen die Transparenz der Architektur bis auf die Dachterrassen fort, damit der Blick in die grüne Umgebung offen bleibt.

«Kleider machen Leute, die Firma Aepli hat es verstanden, auf meine Kundenwünsche einzugehen und diese umzusetzen. Ich freue mich jeden Tag über das schöne Fassadenbild.» Hanspeter von Rotz, VRP

Koordination als Schlüssel zum Projekterfolg

Ein Bauvorhaben dieser Grössenordnung und Nutzungskomplexität stellt hohe Anforderungen an das Schnittstellen- und Logistikmanagement. Deshalb lieferte Aepli Metallbau die vorgefertigten Fassadenelemente just in time auf die Baustelle am Wiler Stadtrand. Die Montage erfolgte innerhalb des Bauprogramms. Zudem berücksichtigte die technische Ausführungsplanung der Gebäudehülle die unterschiedlichen Anforderungen der Mietnutzungen, von der Autowelt über das Hotel bis zum Gastronomiebereich. Somit verband Aepli Metallbau anspruchsvolle Architektur, funktionale Flexibilität und maximale Ausführungsqualität.

Multifunktionalität hinter der Glas-Metall-Fassade

Der Neubau erweitert das bestehende Hotel und die Autowelt von Investor und Bauherr Hanspeter von Rotz. Das Hotel von Rotz mit rund 100 Betten verzeichnete über die Jahre stets Vollbelegung. Zudem fehlten in Wil Bankett- und Eventräume. «Mit dem West One bieten wir jetzt alles an einem Ort an und machen so auch unsere Region attraktiver», erläutert Hanspeter von Rotz das Konzept für die Erweiterung.

Funktionale Vielfalt als Anforderung an die Fassade

Der Neubau auf einem Areal von rund 5'600 Quadratmetern muss also unterschiedlichste Anforderungen erfüllen. Deshalb entwarfen 2SD Architekten das Gebäude auf funktionale Vielfalt hin. Während das Erdgeschoss und Teile der Untergeschosse als Ausstellungs- und Verkaufsfläche für Automobile dienen, beherbergen die oberen Etagen ein modernes Hotel mit 80 Zimmern und Wellnessbereiche. Alle Mitarbeitenden haben Zugang zu den grünen Terrassen und zum Restaurant. Die weitläufige Dachterrasse bietet ausserdem einen grosszügigen Blick über die angrenzende Landschaft. Diese Architektur erforderte daher eine Fassadenlösung mit einheitlichem, repräsentativem Erscheinungsbild. Ebenso erfüllt die Fassade die spezifischen Anforderungen der einzelnen Nutzungen.

Kennzahlen

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Marco Aepli Projektleiter
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